Billie Eilish und Vogue: Diese Verbindung steht für weit mehr als ein einzelnes Hochglanz-Cover. Seit ihrem ersten Auftritt für die britische Ausgabe 2021 hat sich die heute 24-jährige Musikerin über gleich mehrere Titelgeschichten hinweg neu erfunden – vom rebellischen Pin-up-Look bis zum politisch aufgeladenen Klima-Cover. Wer verstehen will, warum ausgerechnet diese Kooperation zwischen Sängerin und Modehaus international für Gesprächsstoff sorgt, findet hier die komplette Chronik.
Table of Contents
Billie Eilish bei Vogue: Die wichtigsten Cover-Stories im Überblick
Vier Momente stechen aus der Zusammenarbeit besonders heraus, jeweils mit eigener Handschrift von Fotograf, Stylist und Redaktionsteam.
| Jahr | Ausgabe | Titel / Schwerpunkt | Kreatives Team |
|---|---|---|---|
| 2021 | British Vogue (Juni) | „It’s All About What Makes You Feel Good“ | Fotos: Craig McDean, Text: Laura Snapes |
| 2024 | Vogue US (November) | „Billie Eilish Has Grown Up“ | Fotos: Mikael Jansson, Styling: Ib Kamara, Text: Alessandra Codinha |
| 2025 | British Vogue | „I Like Who I Am A Lot At This Point“ | Fragen von SZA, Nicola Coughlan, Nicki Minaj, Sabrina Carpenter u. a. |
| laufend | Vogue „Our Future“ | Cover geteilt mit Klimaaktivistinnen und Organisatorinnen | Redaktionelles Sonderformat zu Klimagerechtigkeit |
Das Cover 2021: Abschied vom braven Bühnenimage
Mit 19 Jahren wagte sie für die britische Vogue einen Bruch mit ihrem eigenen Markenzeichen. Statt der weiten Streetwear-Silhouetten, mit denen sie als Teenager bewusst ihren Körper verdeckt hatte, ließ sie sich in einem „old-timey“-Pin-up-Look ablichten – eine Hommage an Betty Brosmer, an die Illusionsfotografie von Horst P. Horst und an die Strumpfmodelle von Elmer Batters. Die Idee stammte, wie sie im Gespräch mit Autorin Laura Snapes betonte, komplett von ihr selbst.
Im dazugehörigen Interview ging es um mehr als Mode. Sie sprach offen über Machtgefälle in der Musikbranche, über den Druck, sich für ein junges Publikum ständig neu zu präsentieren, und über ihren Entschluss, sich „nicht mehr besitzen zu lassen“. Das Shooting markierte den Startschuss für eine bewusstere, selbstbestimmte Bildsprache, die ihre gesamte weitere Karriere prägen sollte.
Die US-Titelgeschichte 2024: „Billie Eilish Has Grown Up“
Drei Jahre später widmete ihr die amerikanische Vogue eine der ausführlichsten Titelgeschichten ihrer Karriere. Fotograf Mikael Jansson und Stylist Ib Kamara inszenierten sie in Anzügen von Gucci und Bottega Veneta – eine bewusste Abkehr von der Neonfarben-Optik ihrer frühen Jahre. Journalistin Alessandra Codinha traf sie mitten im Schnitt des Musikvideos zu „Birds of a Feather“, das inzwischen die Milliardengrenze bei den Streams überschritten hat.
Im Text reflektierte sie über ihren ungewöhnlichen Werdegang: „Ich wurde mit 13 berühmt und musste plötzlich ein wirklich seltsames Leben führen“, sagte sie der Autorin. Das dazugehörige Album „Hit Me Hard and Soft“ zählte zum Erscheinungszeitpunkt der Geschichte bereits knapp vier Milliarden Streams – ein Beleg dafür, dass der kommerzielle Erfolg mit der künstlerischen Reife mitgewachsen ist.
British Vogue 2025: Kolleginnen aus der Musikbranche stellen die Fragen
Ein Jahr später brach das britische Magazin mit dem klassischen Interviewformat. Anstelle eines einzelnen Journalisten befragten Kolleginnen aus Musik und Schauspiel die Sängerin direkt – unter ihnen SZA, Nicola Coughlan, Nicki Minaj, Sabrina Carpenter und Chappell Roan. Herausgekommen ist ein ungewöhnlich persönliches Format, in dem sie unter anderem über Albträume, Erfolgsdruck und ihren Wunsch nach einem Tag völliger Anonymität sprach – „einfach mal mit der U-Bahn fahren, ohne dass jemand ein Foto macht“, wie sie es formulierte.
Vom Klimacover bis zum roten Teppich: Haltung statt reiner Selbstdarstellung
Neben den klassischen Titelgeschichten hat Vogue sie wiederholt in redaktionelle Sonderformate eingebunden, die über Mode weit hinausgehen. Im Rahmen des Programms „Our Future“ teilte sie ihre Titelseite bewusst mit Klimaaktivistinnen und Organisatorinnen, statt die Bühne allein für sich zu beanspruchen – ein Signal, das zu ihrem seit Jahren öffentlich bekundeten Engagement für Klimaschutz passt.
Auch ihre Stilentwicklung dokumentiert das Magazin fortlaufend: von den oversized Hoodies und grellen Monogrammen ihrer Anfangsjahre bis zu den reduzierten, eleganten Looks, mit denen sie inzwischen bei Preisverleihungen wie den Grammys auftritt. Bei der Zeremonie im Februar 2026 erschien sie gemeinsam mit ihrem Bruder Finneas und ihrem Partner Nat Wolff, mit dem sie seit einem vieldiskutierten Kuss auf einem Balkon in Venedig im Sommer 2025 öffentlich zusammen ist.
Karriere-Meilensteine, die den Wandel erklären
Der Weg vom Soundcloud-Upload zur Vogue-Titelseite lässt sich an wenigen, aber prägenden Stationen festmachen.
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 2015 | Veröffentlichung von „Ocean Eyes“, geschrieben mit Bruder Finneas |
| 2019 | Debütalbum „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ |
| 2021 | Erstes Cover für British Vogue, Album „Happier Than Ever“ |
| 2024 | Album „Hit Me Hard and Soft“, zweites großes Vogue-Cover in den USA |
| 2025 | British-Vogue-Sonderformat mit prominenten Fragestellerinnen |
| 2026 | Gemeinsamer Grammy-Auftritt mit Partner Nat Wolff |
Diese Chronik zeigt: Jedes Vogue-Cover fiel mit einem klar erkennbaren Karriereabschnitt zusammen – nie war es reine Promotion, sondern immer Ausdruck einer konkreten künstlerischen oder persönlichen Wegmarke.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wann hatte Billie Eilish ihr erstes Vogue-Cover?
Ihr erstes großes Vogue-Cover erschien im Juni 2021 für die britische Ausgabe, fotografiert von Craig McDean und begleitet von einem Interview mit Journalistin Laura Snapes.
Worüber sprach Billie Eilish in ihrem Vogue-Interview?
Sie äußerte sich unter anderem zu Machtgefälle in der Musikbranche, zum Druck auf junge Künstlerinnen und zu ihrem Wunsch, die Kontrolle über das eigene Image zurückzugewinnen. In der US-Ausgabe 2024 ging es zusätzlich um ihren künstlerischen Reifeprozess und das Erwachsenwerden im Rampenlicht.
Wer fotografierte Billie Eilish für das Vogue-Cover 2024?
Für die US-Titelgeschichte „Billie Eilish Has Grown Up“ zeichnete Fotograf Mikael Jansson die Bilder, das Styling übernahm Ib Kamara, den Text verfasste Alessandra Codinha.
Warum teilte sich Billie Eilish ihr Vogue-Cover mit Klimaaktivistinnen?
Im Rahmen des Vogue-Formats „Our Future“ wollte sie ihre Reichweite bewusst nicht allein für sich nutzen, sondern Aktivistinnen und Organisatorinnen aus der Klimabewegung eine größere Bühne verschaffen.
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